Häufig gestellte Fragen

Vegane Hundefütterung bedeutet, dass keinerlei tierische Inhaltsstoffe im Futter vorhanden sind. Dies bezieht sich natürlich hauptsächlich auf Fleisch, aber auch andere tierische Erzeugnisse wie Milchprodukte oder Eier. Zusätzlich ist es wichtig, dass dieses Futtermittel frei von Tierversuchen, gentechnischen veränderten Inhaltsstoffen oder künstlichen Zusätzen wie Farb-, Konservierungs- und Geschmacksstoffen ist.
Manche Hunde vertragen bestimmte Inhaltsstoffe im Futter nicht oder haben eine Allergie. Die Anzeichen hierfür können vielfältig sein und sollten von einem Tierarzt abgeklärt werden. Durch eine gezielte Ausschlussdiät kann herausgefunden werden, gegen welche Lebensmittel der Hund allergisch reagiert. Eine solche Diät sollte immer in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt stattfinden.
Es kann auch vorkommen, dass eine Futtermittelunverträglichkeit der Hunde mit dem Futter der Masttiere zusammen hängt und die Hunde zum Beispiel auf den Mais oder Getreide, das den Rindern oder Hühnern gegeben wird reagieren. Hier kann eine vegane Ernährung unterstützen. Wichtig ist, dass der Hund weiterhin mit allen Nährstoffen versorgt wird.
Hunde benötigen in ihrem Futter Proteine, Kohlenhydrate, Gemüse, Öl und zusätzliche Nährstoffe, die beigemischt werden müssen. Diese werden in unterschiedlichen Mengen im Futter aufgeteilt. Ein guter Kohlenhydratanteil in einem Futter beträgt circa 40%. Besonders Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln, Reis oder auch Pseudogetreide wie Quinoa liefern den Hunden reichlich Kohlenhydrate.
Proteine sollten ungefähr 30% im Futter betragen und können bei einer veganen Ernährung über Bohnen, Linsen, Erbsen, Lupinen oder auch Kichererbsen gegeben werden. Wichtig ist allerdings immer, dass Hülsenfrüchte vorher gekocht und für eine bessere Verdaulichkeit zerkleinert werden.
Auch für Hunde ist Gemüse sehr wichtig und hier gibt es eine große Vielfalt. Für Hunde eignen sich Karotten, Zucchini, Broccoli, verschiedene Kohlsorten, Rote Beete oder auch Baby-Spinat. Wenn das Gemüse vorher gegart wird, ist es für den Hund etwas besser verwertbar. Hunden kann aber auch gerne mal zwischendurch etwas Rohkost zum Knabbern gegeben werden.
Um den Hund bei der veganen Ernährung mit allen wichtigen Fettsäuren zu versorgen ist eine Beigabe von Fett ins Futter sehr wichtig. Dieser sollte ungefähr einen Anteil von 3% ausmachen. Vor allem ist die Versorgung mit Omega 3- und 6 Fettsäuren sehr wichtig für den Hund. Viele pflanzlichen Öle wie Hanföl, Olivenöl, Rapsöl oder auch Leinöl sind super Energielieferanten für den Hund.
Ein erwachsener Hund ist nicht mehr auf Milch angewiesen. Diese kann er mit steigendem Alter nicht mehr so gut verstoffwechseln, da das laktosespaltende Enzym nur noch gering vorhanden ist. Dieses wird im Laufe seiner Entwicklung immer weniger. Zusätzlich enthalten Milchprodukte große Mengen an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren, die von den Hunden nicht gut vertragen werden. Milch enthält auch viel Milchzucker, der im Darm des Hundes nicht ausreichend verstoffwechselt wird und so zu starken Bauchschmerzen und Durchfall führen kann.
In der Milch sind zwar Nährstoffe wie Eisen, Kalzium und andere Vitamine enthalten, diese können aber bestens über pflanzliche Alternativen wie Grünkohl, Brokkoli, Rosenkohl oder Fenchel abgedeckt werden. Um den Hund bei einer veganen Ernährung mit genügend Eisen zu versorgen, kann auch zu Vollkorngetreideprodukten in Kombination mit frischem Obst und Gemüse gegriffen werden.
Wie auch beim Menschen sollte darauf geachtet werden, dass der Hund ausreichend mit Vitamin B 12 versorgt wird. Dieses Vitamin muss als Ergänzung hinzugefügt.

Bei der Gabe von Eiern muss beim Hund besonders geachtet werden. Zwar enthalten diese Proteine, essentielle Fettsäuren und Vitamine, können aber roh gefüttert zu einer Salmonellenvergiftung führen. Werden Eier gekocht sinkt diese Gefahr, aber ein gesunder Hund ist auf Eier in seiner Ernährung nicht unbedingt angewiesen.
Artgerecht ist eine Ernährung dann, wenn sie dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stellt, die es für ein gesundes und langes Leben braucht. Es kommt also ernährungsphysiologisch nicht darauf an, aus welchen Lebensmitteln ein Tier die Nährstoffe erhält, sondern dass es mit allen Nährstoffen versorgt wird. Jeder Hundebesitzer hat die Verpflichtung sein Tier mit bestem Wissen und Gewissen zu ernähren und dafür zu sorgen, dass es dem Tier gut geht und es sich wohlfühlt. Es gibt immer mehr vegan ernährte Hunde die zeigen, dass eine vegane Ernährung deren Gesundheit unterstützt und ihnen guttut. Wichtig ist es am Ende, dass unsere Vierbeiner wohlauf sind. Letztendlich hängt die Gesundheit unserer Hunde nicht davon ab, ob die Inhaltsstoffe tierlicher oder pflanzlicher Herkunft sind, sondern sie müssen den Bedürfnissen der Hunde angepasst sein.
Immer wieder hören wir das Argument, dass der Hund vom Wolf abstammt und deswegen auf Fleisch in seiner Ernährung angewiesen ist. Wissenschaftler der Universität of Uppsala in Schweden haben sich genau mit diesem Thema beschäftigt und erstaunliches herausgefunden. Die Forschergruppe um Erik Axelsson kam zu der Erkenntnis, dass sich das Verdauungssystem des Hundes zu dem des Wolfes stark verändert hat. Der Hund ist im Gegenteil zum Wolf in der Lage pflanzliche Stärke besser zu verdauen. Das Erbgut des Hundes enthält nämlich ein bestimmtes Enzym – die Amylase, die für den Abbau pflanzlicher Stärke zuständig ist. Ein weiteres Gen, dass für den Abbau von Stärke notwendig ist, das Maltase-Glykoamylase, fanden die Forscher ausschließlich beim Hund. Zusätzlich lebt der Hund seit über 15.000 Jahren an der Seite des Menschen und hat sich diesem immer mehr angepasst.
Erwachsene, gesunde Hunde können rein pflanzlich ernährt werden. Der Hund ist von seinem Stoffwechsel her eher ein Alles- als ein reiner Fleischfresser und damit anpassungsfähig. Wichtig ist es, dass auf seine Nährstoffversorgung geachtet wird. Bei konventionellem, veganem Futter ist eine Mangelversorgung eher unwahrscheinlich, da alle Inhaltsstoffe auf eine vollwertige Versorgung des Hundes ausgelegt sind. Bei selbstgekochtem Futter muss schon eher darauf geachtet werden und die Beimischung eines Mineralpulvermixes ist zu empfehlen.
Bei Welpen und laktierenden Hündinnen sollte allerdings von einer veganen Ernährung abgesehen werden, da diese einen erhöhten Nährstoffbedarf haben.
Es gibt einige Lebensmittel die für Hunde giftig bis tödlich wirken können. Es sollte sich vorher damit beschäftigt werden. Vergiftungsfälle wurden beschrieben bei Weintrauben und Rosinen, Birkenzucker, Schokolade, Kaffee, Tee, Kakao, Zwiebel und Knoblauch, Makadamianüssen und Avocados. Diese Lebensmittel sollten nicht gegeben werden.
Die Umstellung auf eine vegane Ernährung sollte immer langsam erfolgen, so dass sich der Hund daran gewöhnen kann. Viele Hunde vertragen auch eine zügige Umstellung, wir sind aber immer für die langsame Variante. Dem Hund sollte zu Anfang eine kleine Menge von dem neuen veganen Futter in sein bisheriges Futter untergemischt werden. Nach drei Tagen kann das neue Futter ein Viertel ausmachen, nach sechs Tagen bereits die Hälfte und nach knapp 10 Tagen drei viertel des Futters. Nach gut zwei Wochen kann der Hund dann die komplette vegane Portion bekommen.
Durch veganes Hundefutter können mögliche negative Einflüsse durch die Fütterung oder Haltung von Nutztieren vermieden werden. Aber die vegan Lebensweise kann sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden des Hundes auswirken, sondern auch auf die Umwelt und den Schutz anderer Tiere. Wir haben knapp 9 Millionen Hunde in Deutschland. Wenn denen nur zweimal wöchentlich eine pflanzliche Alternative gefüttert wird, sorgt jeder einzelne Hundebesitzer im Jahr dafür, dass dadurch alleine in Deutschland durchschnittlich 360.000 Tonnen weniger Fleisch gefüttert werden. Das macht eine Menge aus und das Thema Nachhaltigkeit wird in Anbetracht der Umweltschäden der letzten Jahre immer wichtiger.
Unser veganes Futter wurde zusammen mit Ernährungstherapeuten für Hunde und Ernährungswissenschaftlern zusammengestellt, damit dein Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Wir haben sehr auf unsere Inhaltsstoffe geachtet und vor allem die Herkunft unserer einzelnen Produkte. Damit dein Hund auch wirklich mit allen wichtigen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen versorgt wird, wurden unserem Futter noch Zusatzstoffe hinzugefügt.
Es ist wichtig, dass der Hund durch sein Futter seine Eiweiße erhält. Woher er diese nimmt, ist aber nicht relevant. Denn auch das pflanzliche Eiweiß kann von Hunden sehr gut verwertete werden und ist mit dem tierischen Eiweiß vergleichbar. Vor allem ist in vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln, wie Hülsenfrüchte, Samen oder vor allem Lupinen reichlich Eiweiß enthalten. Auch die heutigen veganen Fertigsorten versorgen den Hund mit genügend Eiweißen. Das Wichtigste ist immer, dass der Hund mit allen essenziellen Aminosäuren versorgt wird. Ein gutes Aminosäureprofil lässt sich auch durch eine gute Kombination verschiedener pflanzlicher Lebensmittel erreichen. Bei unserem veganen Hundefutter haben wir besonders auf die Zusammensetzung geachtet, um ein perfektes Aminosäureprofil zu erreichen.

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